Welches Augenlaser-Verfahren ist das richtige für Sie?

Für viele Menschen ist die Entscheidung für die Korrektur einer Sehschwäche ein bedeutender Schritt hin zu mehr Freiheit und Komfort im Alltag. Angesichts der Vielzahl möglicher Behandlungsmethoden wie Femto-LASIK, SMILE Pro, PRK, ICL oder RLE stellt sich jedoch die Frage, welche Methode tatsächlich die richtige für Sie ist.

Dabei gilt es gleich vorweg zu verstehen, dass es beim Augenlasern nicht die eine „beste” Methode gibt. Moderne refraktive Chirurgie ist keine Einheitslösung. Die ideale Behandlung hängt vielmehr von der individuellen Biologie Ihrer Augen, der Stabilität Ihrer Sehstärke, Ihrem Alter und Ihren Sehanforderungen ab.

Unsere Philosophie bei den Hauck-Rohrbach Augenzentren lautet deshalb, das gesamte Spektrum moderner refraktiver Behandlungen abzudecken. Durch das Angebot sowohl von Augenlaseroperationen als auch von linsenbasierten Verfahren können wir genau die medizinische Lösung anbieten, die für den Patienten das sicherste und stabilste Ergebnis liefert.

Welche Faktoren bestimmen das richtige Verfahren?

Bevor ein Chirurg eine bestimmte Behandlung empfiehlt, ist eine umfassende Augenuntersuchung erforderlich. Auch wenn Sie aufgrund von Informationen aus der Literatur oder Empfehlungen von Freunden bereits eine Präferenz haben könnten, müssen unbedingt klinische Daten den Entscheidungsprozess leiten.

Augenärzte beurteilen mehrere wichtige Faktoren, um die Eignung zu bestimmen:

  • Refraktionsfehler: Sind Sie kurzsichtig (myopisch), weitsichtig (hyperopisch) oder haben Sie Astigmatismus? Der Schweregrad Ihrer Sehschwäche spielt eine wichtige Rolle. Beispielsweise sind bei einer extrem hohen Sehschwäche Linsenimplantate möglicherweise besser geeignet als eine Laserbehandlung.
  • Hornhautmerkmale: Die Dicke und Form Ihrer Hornhaut sind entscheidend. Laserbehandlungen formen das Hornhautgewebe um, sodass Patienten mit einer von Natur aus dünneren Hornhaut möglicherweise spezielle Oberflächenbehandlungen oder linsenbasierte Alternativen benötigen.
  • Alter: Dies ist oft der entscheidende Faktor, ob eine Augenlaseroperation oder ein Linsenaustausch das geeignete Verfahren ist. Mit zunehmendem Alter verliert das Auge langsam die Fähigkeit, nahe Objekte scharf zu sehen (Presbyopie). Ein Eingriff, der bei einem 25-Jährigen hervorragend funktioniert, ist demnach möglicherweise nicht die optimale Wahl für einen 55-Jährigen.
  • Lebensstil: Auch Ihre täglichen Aktivitäten spielen eine Rolle. Ein professioneller Boxer oder ein Polizist benötigt möglicherweise einen anderen chirurgischen Ansatz hinsichtlich der Hornhautstabilität als ein Grafikdesigner oder ein Bibliothekar.

Optionen für Augenlaseroperationen

SMILE Pro – minimalinvasiv & modern

SMILE Pro ist die fortschrittlichste Technik in der Laser-Sehkorrektur. „ReLEx® SMILE” ist gemeinhin bekannt als minimalinvasives und sicheres Laserverfahren, das vollständig ohne Lamelle durchgeführt wird. In den Hauck-Rohrbach Augenzentren bieten wir das verbesserte SMILE Pro-Laserverfahren an. Diese optimierte Augenlaserbehandlung macht den Eingriff noch schneller, präziser und sicherer, da hochentwickelte intelligente Roboterassistenzsysteme die Operationsbedingungen und Ergebnisse unterstützen.

  • Am besten geeignet für: Patienten mit Kurzsichtigkeit und Astigmatismus.
  • Hauptvorteil: Das Verfahren ist minimalinvasiv und lässt die oberen Schichten der Hornhaut weitgehend intakt, was die biomechanische

Femto-LASIK – der bewährte Klassiker

Als eines der weltweit am häufigsten durchgeführten Laserverfahren wird bei Femto-LASIK mit einem Femtosekundenlaser eine dünne Lamelle auf der Oberfläche der Hornhaut erzeugt. Diese Lamelle wird dann angehoben und nach Umformung des darunterliegenden Gewebes wieder zurückgelegt.

  • Am besten geeignet für: Eine Vielzahl von Sehstörungen, einschließlich Weitsichtigkeit.
  • Hauptvorteil: Die Sehkraft erholt sich in der Regel sehr schnell, viele Patienten berichten von klarer Sicht bereits am nächsten Tag.

Trans-PRK – ohne Schnitt und Flap

Trans-PRK (photorefraktive Keratektomie) ist eine Oberflächenbehandlung, bei der der Laser direkt auf die Oberfläche des Auges angewendet wird, ohne dass eine Lamelle oder ein Schnitt erzeugt wird.

  • Am besten geeignet für: Patienten mit dünnerer Hornhaut oder solche, die Kontaktsportarten ausüben, bei denen eine Hornhautlamelle ein Risiko darstellen könnte.
  • Hauptvorteil: Trans-PRK ist ein „berührungsloses“ Verfahren. Die Heilungsdauer ist zwar etwas länger als bei SMILE Pro oder LASIK, dafür bietet es jedoch ausgezeichnete Langzeitstabilität.

PRESBYOND – Augenlasern bei Alterssichtigkeit

Für Patienten, die unter einer beginnenden altersbedingten Leseblindheit (Presbyopie) leiden, aber noch nicht bereit für einen Linsenersatz sind, ist PRESBYOND Laser Blended Vision eine Option. Dabei wird jedes Auge unterschiedlich eingestellt – eines für die Fernsicht und eines für die Nahsicht – wodurch eine „Blendzone” entsteht, die eine klare Sicht in allen Entfernungen ermöglicht.

Wann sind linsenbasierte Verfahren möglicherweise besser geeignet?

Während sich eine Augenlaseroperation auf die Hornhaut konzentriert, werden bei linsenbasierten Verfahren die natürliche Linse des Auges bearbeitet oder ersetzt.

Diese Verfahren werden häufig von Patienten mit sehr hoher Sehschwäche oder Patienten über 45–50 Jahren bevorzugt.

Refraktiver Linsentausch (RLA/RLE) – dauerhaft ohne Lesebrille

Dieses Verfahren ähnelt technisch gesehen einer Kataraktoperation. Die natürliche Linse des Auges, die mit zunehmendem Alter an Flexibilität verliert, wird entfernt und durch eine künstliche Intraokularlinse (IOL), beispielsweise eine Multifokallinse, ersetzt.

  • Am besten geeignet für: Patienten über 45 mit Presbyopie (Lesebrillenträger) oder Patienten mit ersten Anzeichen einer Katarakt.
  • Hauptvorteil: Bietet eine dauerhafte Korrektur des Nah- und Fernsehens. Darüber hinaus kann nach einer RLE in Zukunft keine Katarakt mehr auftreten.

ICL – implantierbare Kontaktlinse als Alternative

Stellen Sie sich ICL wie eine permanente Kontaktlinse vor, die im Auge zwischen Ihrer natürlichen Linse und der Iris platziert wird. Im Gegensatz zur RLE bleibt die natürliche Linse dabei unberührt.

  • Am besten geeignet für: Patienten unter 45 mit einer zu hohen Sehstärke für eine Laseroperation oder Patienten mit einer zu dünnen Hornhaut für eine sichere Laserbehandlung.
  • Hauptvorteil: Der Eingriff ist reversibel, und die Linse kann entfernt oder ersetzt werden, wenn sich das Sehvermögen in Zukunft erheblich verändert.

Wie Spezialisten entscheiden: Laser oder Linse

Die Wahl zwischen Laser und Linse hängt oft vom Gesundheitszustand Ihrer natürlichen Linse ab.

Wenn Ihre natürliche Linse klar, flexibel und gesund ist (typischerweise bei Patienten unter 40 Jahren), bevorzugen Ärzte in der Regel Augenlaseroperationen wie SMILE Pro oder Femto-LASIK, um die natürliche Akkommodationsfähigkeit des Auges zu erhalten.

Ist die natürliche Linse jedoch verhärtet und hat sie ihre Fokussierungsfähigkeit verloren (Presbyopie) oder liegt eine beginnende Trübung vor, kann eine Augenlaseroperation möglicherweise nur eine vorübergehende Lösung bieten. In diesen Fällen ist ein refraktiver Linsenaustausch oft die logischere, zukunftssichere Investition, da er die Sehkraft korrigiert und gleichzeitig die Notwendigkeit einer späteren Kataraktoperation beseitigt.

Spezialisten in umfassenden Kliniken wie Hauck-Rohrbach verwenden fortschrittliche diagnostische Bildgebung, um das Innere des Auges zu untersuchen und sicherzustellen, dass die Empfehlung auf der langfristigen Gesundheit basiert und nicht nur eine schnelle Lösung darstellt.

Warum eine persönliche Beratung unerlässlich ist

Artikel und Forschungsergebnisse bieten zwar eine hilfreiche Grundlage, können jedoch eine medizinische Untersuchung nicht ersetzen. Möglicherweise sind Sie überzeugt, dass Sie eine LASIK-Behandlung benötigen, doch letzten Endes ist Ihre Hornhaut vielleicht doch besser für eine ICL geeignet. Umgekehrt befürchten Sie vielleicht, dass Ihre Sehschwäche zu stark ist, nur um dann festzustellen, dass sie problemlos mit SMILE Pro korrigiert werden kann.

Die einzige Möglichkeit, mit Sicherheit das beste Verfahren für Ihre Augen zu wählen, ist eine detaillierte Untersuchung. In den Hauck-Rohrbach Augenzentren bieten wir das gesamte Spektrum an Behandlungen an – von SMILE Pro bis zum Austausch multifokaler Linsen. So gewährleisten wir, dass Sie eine unvoreingenommene Beratung erhalten, die genau auf Ihre Sehbedürfnisse zugeschnitten ist.

Wenn Sie eine umfassende und individuelle Beratung zum Augenlasern Düsseldorf oder an einem unserer weiteren Klinikstandorte wünschen, laden wir Sie herzlich ein, einen Termin in einem der Hauck-Rohrbach Augenzentren zu vereinbaren.

Bild von Dr. Irini Rohrbach

Dr. Irini Rohrbach

Fachärztin für Augenheilkunde

Häufige Fragen zum Augenlasern in Düsseldorf

Es gibt nicht die eine „sicherste“ Augenlaser-Methode. Verfahren wie SMILE Pro, Femto-LASIK und Trans-PRK gelten bei richtiger Indikationsstellung als sehr sicher. Welche Methode für Sie am sichersten ist, hängt von Ihrer Hornhaut, Ihrer Sehstärke und Ihrem Alter ab.

SMILE Pro und LASIK sind beide moderne und bewährte Verfahren. SMILE Pro ist minimalinvasiv und besonders schonend für die Hornhaut, während LASIK sich für ein breites Spektrum von Fehlsichtigkeiten eignet. Welche Methode besser ist, entscheidet die individuelle Voruntersuchung.

Augenlasern ist in der Regel ab etwa 18 Jahren möglich, wenn die Sehstärke stabil ist. Ab etwa 45 Jahren kann jedoch ein linsenbasiertes Verfahren wie PRESBYOND oder ein refraktiver Linsentausch sinnvoller sein.